Werktitel#

Titel von Werken können, je nach Verfügbarkeit, von einer Instanz des Werkes selbst oder aus Sekundärquellen übernommen werden.

Sortierkennzeichen#

Alle Arten von Werktititeln sollen in lexikalisch sortierten Auswahllisten präsentiert werden können. Hierzu müssen nach bibliografischen Konventionen bestimmte und unbestimmte Artikel identifiziert werden. Da diese Identifikation nicht zuverlässig von Programmen ausgeführt werden kann, werden Artikel am Beginn eines Titels von den Erfassern mit einem nachgestellten Sortierkennzeichen versehen. Das Sortierkennzeichen steht hierbei unmittelbar vor dem ersten Textzeichen, das auf den Artikel folgt. Neben Artikeln werden auch Interpunktionszeichen am Anfang eines Titels mit einem Sortierkennzeichen markiert. Beispiele:

Titel einer Sprachfassung und Titelübersetzung#

Bei der Übernahme aus Sekundärquellen zu mehrsprachig betitelten Werken soll unterschieden werden, ob es sich um tatsächlich verwendete oder lediglich für den Leser übersetzte Titel handelt. Im letzteren Fall ist die entsprechende Titelschreibweise als Übersetzung zu kennzeichnen.

Eine Ausnahme von dieser Regel stellen Titel der europäischen klassischen Musik dar, die meist schon bei Erscheinen in zahlreiche europäische Sprachen übersetzt worden sind (z.B. "Swan Lake" / "Schwanensee" / "Lac des cygnes"). Bei diesen Titeln kann durchweg davon ausgegangen werden dass sie unter der angegebenen Titelschreibweise aufgeführt wurden.

Transliteration und Transkription#

Quellenwerke in westeuropäischen Sprachen stellen Titel aus anderen Sprachräumen häufig mit reduziertem Zeichenvorrat oder bei nichtlateinischen Alphabeten in transliteratierter oder transkribierter Form dar.

Bei Schreibweisen mit reduziertem Zeichensatz sollte, wo immer möglich, die Originalschreibweise mit Hilfe geeigneter Quellen rekonstruiert werden. Dies gilt besonders für die Akzente in lateinisch geschriebenen Sprachen des slawischen Sprachraums.

Stammt die Originalschreibweise aus einer Sprache mit nichtlateinischem Alphabet, so können die Darstellungen in lateinischer Schrift erheblich voneinander abweichen. Dies gilt besonders für Russisch und Chinesisch, weil für diese Sprachen in verschiedenen Ländern sehr unterschiedliche Transliterations- und Transkriptionsverfahren in Gebrauch sind. Die einzig sichere Identifikationsgrundlage für Titel aus nichtlateinischen Schriftsystemen ist daher die Schreibweise im Originalalphabet. Diese sollte daher, wo immer möglich, zusätzlich zu den transliterierten oder transkribierten Schreibweisen aufgenommen werden.

Ziffern und Ziffernfolgen#

Diese werden nicht, wie in bibliothekarischen Katalogsystemen üblich, in Zahlwörter gewandelt, sondern bleiben unverändert.